This is Hermann Papenhoff

Limericks                                                                      H. Papenhoff (1975)


Ein Mann aus Mainz schaut ins Glas
und denkt bei sich selbst, was ist das.

Ich trink Henkell Trocken

und bin tief erschrocken,

denn das  Glas ist im Inneren nass.


Ein Mann gab zu Protokoll,

er sei sternhagelvoll.

Er wollte mit dem Wagen

sich nach Hause wagen.

Doch der Wirt nahm die Schlüssel. Jawoll.


Eine magere Hausmaus aus Hagen

musste am Hungertuch nagen.

Kaum hat sie geschleckt,

da ist sie verreckt. -

Da braucht man nichts zu zu sagen.

Ein Frankfurter Häuserverwalter

- als gut angesehn galt er -

nahm sehr hohe Mieten.

Man sollt es verbieten,

denn seine Häuser zerfielen aus Alter.

Ein Mann aus dem Städtchen Plauen

hatte leider kein Selbstvertrauen.

So sehr er auch suchte

und über sich fluchte:

Beim Suchen fand er nur Grauen.

Ein Herr in Frack und Melone

stand oft am Ufer der Rhone.

Fragt man ihn: Warum?,

dann äußert er stumm:

Ich weiß nicht mehr, wo ich wohne


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